Seit etwa 1 1/2 Jahren bin ich Mac-User und so langsam verschwinden die letzten Microsoftreste. Ich möchte gerne meine bisherige Literaturverwaltung (mediaman) ersetzen und habe mich auf die Suche begeben. Am Ende sind drei Programme übrig geblieben.
Books ist Freeware und an iTunes angelehnt. Die Oberfläche ist recht aufgräumt und erschließt sich schnell. Die Daten übernimmt Books aus Amazon (Länder kann man einstellen), das gilt auch für die Buchcover. Die Bücher kann man entweder über die Eingabe von zum Beispiel Titel und Autor suchen, auch eine Suche über die ISBN Nummer ist möglich. Alle drei Programme bieten auch das Einlesen über den Strichcode an. Dazu hält man das Buch vor die iSight und … genau daran scheitert Books an meinem iMac. Erstaunlicherweise funktioniert das Einlesen am Laptop. Bücher können (wie in allen Programmen) in Listen abgespeichert werden (als Freund der chaotischen Lagerhaltung ein Feature, das für mich nicht ausschlag gebend ist). Kosten: keine. Allerdings wird das Programm nicht weiter entwickelt.
Bookpedia ist ähnlich aufgebaut wie Books, in der Suche nach den Titeln umfangreicher und … auch hier funktioniert iSight nicht. Wirklich entscheidend ist diese Funktion nicht, sie erleichtert das Einlesen der Bücher aber. Ein Großteil meiner Bücher ist natürlich eingelesen und entscheidender wäre eine Importfunktion der Daten. Alle drei Programme bieten das an und bei allen dreien bin ich mehr oder weniger gescheitert. Bookpedia hat dabei noch den besten Eindruck gemacht, erfordert aber Nacharbeit. Bookpedia bietet als Zusatz eine Ausleihfunktion, die Daten können im Web veröffentlicht werden, es gibt eine MobileMe-Schnittstelle… Bookpedia kostet 18$.
Der dritte Kandidat erstaunte mich ein wenig: eigentlich konnte ich in der Oberfläche keinen Unterschied zum Mediaman erkennen. Delicious Library 2 ist das umfangreichste Programm, neben Büchern verwaltet es CDs, DVDs, Zeitschriften, Software… Auch die iTunes-Sammlung wird eingelesen, das brauche ich aber nicht, dafür habe ich ja iTunes. DL2 ist der einzige Testkandidat, der mit der iSight zurecht kommt, dafür ist die Importfunktion völlig sinnfrei und nicht zu gebrauchen. Eine Ausleihfunktion ist nicht vorhanden, das könnte man aber über eine eigene Liste umgehen. Die Software kostet 40$ und hat noch die ein oder andere Schwäche. Die Sortierfunktion bei den DVDs richtet sich zum Beispiel nach dem Ländercode und nicht wirklich nach dem Alphabet.
Alle drei Programme haben ihre Stärken und Schwächen und ich bin noch unentschlossen. Sollte jemand von euch einen Tipp haben oder eines der drei Programme verwenden, schreibt bitte einen Kommentar.
Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und kann ein knappes Fazit der Fortbildung ziehen. Die Teile “Webquest” und “Rechtliches” waren sehr interessant, hier habe ich viele Informationen erhalten und Ideen gesammelt. Die praktische Arbeit war gut, es ist immer schön etwas herzustellen. Unser Radiobeitrag war für die wenige Zeit, die wir zur Verfügung hatten, recht ordentlich. Wenn meine Schüler bei ihrem ersten Versuch Ähnliches “basteln”, dann bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch schon ein Thema gefunden: die örtliche Stadtbücherei. Mal sehen, was daraus wird. Nette Kollegen kennen gelernt, Motivation getankt, Dillingen, ich komme wieder.
Morgens rechtliche Aspekte des Medieneinsatzes in der Schule. Sehr interessant und … sehr viele Infos. Gut zusammengestellt auf der Seite von Johannes Philipp (Akademie). Mir neu: Creative Commons. Damit werde ich mich beschäftigen müssen.
Mittags dann Einstieg in die “richtige Arbeit”. Meine Gruppe erstellt einen Schulradiobeitrag zum Thema “Diätlüge” (wie passend!). Eine Art Skript haben wir schon erstellt, das muss heute noch verfeinert werden. Dann können wir auch schon mit dem Aufnehmen beginnen. Das Projekt fühlt sich gut an, ich schätze, daran werden auch meine Schüler Freude haben.
Abends dann ein Vortrag über eine Onlineschülerzeitung. Als Ex-Schülerzeitungsverantwortlichzeichnender für mich nichts wesentlich Neues, ob eine Onlinezeitung auch ein Forum braucht, sei mal dahingestellt.
Zweiter Tag der Fortbildung in Dillingen. Heute morgen die Vorstellung von Lo-Net, nachmittags Vibos. Vibos ist ein LMS, das die Berufsoberschulen und Fachoberschulen in Bayern ins Leben gerufen haben. Letztlich basiert das System auf Fronter, einem LMS-System, das aus Norwegen kommt.
Meine Eindrücke: LO-Net heißt mittlerweile LO-Net2 und ist im Funktionsumfang gewachsen. Ich kann das beurteilen, weil meine Schule bei LO angemeldet ist. Allerdings hat seit geraumer Zeit niemand mehr damit gearbeitet. Ich fand die Administration damals schwierig, vor allem die Rechtevergabe hatte mich nicht überzeugt. Ein erneuter Blick heute zeigt mir ein deutlich aufgeräumteres LMS, in dem sich meine Schüler recht einfach einfinden könnten.
Vibos (Fronter) macht einen noch aufgeräumteren Eindruck, ist allerdings im Vergleich zu LO und Moodle kostenpflichtig. Für meine Schule dürfte das etwa 800.-€ im Jahr ausmachen – im Grunde zu viel. Der Funktionsumfang ist größer als in LO und in Moodle (dazu später aber mehr). Auch hier sehe ich für Schüler keine Probleme.
Moodle könnte man selbst hosten (wenn man es kann), ansonsten gibt es kommerzielle Anbieter. Interessant sind hier auch die Angebote von zum Beispiel “Digitale Schule Bayern“. Über Moodle hat man mehr Kontrolle, aber es bereitet aber auch mehr Arbeit. Der Funktionsumfang der Standardinstallation ist ausreichend, über Plugins kann man aber die ein oder andere Erweiterung einbinden. Meine Schule wird in den Weihnachtsferien auf Moodle 2.o umsteigen und mit unserem Hoster ist auch abgesprochen, dass zusätzliche Module eingespielt werden.
Welches LMS man verwendet ist wohl eine Glaubensfrage, interessant finde ich, dass die Befürworter aller Plattformen der Ansicht sind, dass lediglich ihr System überhaupt ein Arbeiten im Netz ermöglicht. Wir arbeiten mit Moodle, irgendwann muss man sich einfach einmal festlegen.
Nachtrag: Eine Anwendung bei Fronter würde ich auch gerne in Moodle sehen. “Portfolio” sammelt alle Inhalte, die ein Schüler während seiner Arbeit mit dem LMS abgibt. Das ergibt eine schöne Dokumentation, die man weitergeben kann, mit der man lernen kann usw. Mal sehen, ob ich etwas Ähnliches für Moodle finde.
Zurzeit darf ich wieder einmal in Dillingen weilen. “Moderne Medien im Deutschunterricht” ist mein Thema, die Agenda verspricht interessante Themen. Heute ging es im Wesentlichen um Webquests. Ehrlich gesagt habe ich die Methode bisher ein wenig skeptisch betrachtet. Was unterscheidet das eigentlich von Frontalunterricht, außer dass man nun vielleicht das Internet verwendet? Die Referentin hat mich aber glücklicherweise eines besseren belehrt, wahrscheinlich hatte ich mich zu oberflächlich damit auseinander gesetzt.
Ihr Webquest mit dem Thema “Terror in München 1972” zeigt, dass die Methode auch die Gestaltung von Unterricht verändert. Das halte ich im Zusammenhang im Umgang mit modernen Medien für entscheidend. Links zum Thema Webquest habe ich in Sqworl zusammen gestellt.
Letzte Woche haben wir uns mit unseren Comeniuspartnern aus Oberpullendorf (Österreich) und Kemnay (Schottland) getroffen. Unser neues Projekt heißt “Learning without Limits” und bindet unsere Schüler viel stärker ein als das vorige Projekt. Geplant ist ein Reiseführer für Jugendliche, der von allen erarbeitet wird. Unsere Schüler schlagen dann zum Beispiel den Kreuzberg als Reiseziel vor, die Ausarbeitung erledigen dann aber die Schotten, die dazu dann mit unseren Schülern kommunizieren müssen. Das zweite Produkt ist ein Videosprachführer. Darauf bin ich schon sehr gespannt.
Insgesamt haben wir ein recht gelungenes internationales Projekt geplant. Unsere Schüler sind motiviert und freuen sich schon auf die erste Besuchsrunde.
Persönlich arbeite ich gerne mit Mindmaps, ich kann Themen so einfacher überblicken. Einen interessanten Ansatz bietet “Eyeplorer“. Die Oberfläche zerlegt Wikipediaartikel in ihre Bestandteile und ordnet sie visuell. Ich habe das mit der Rockgruppe U2 mal ausprobiert. Das Ergebnis seht ihr in der Grafik. Jeder einzelne Punkt kann angesteuert werden und mit einem Mouseover blendet sich der entsprechende Teil aus der Wikipedia ein. Schön finde ich die Einteilung in Werke, Personen etc. Allerdings ist das nicht immer passend, was “Gesellschaft” und “Bass” miteinander zu tun haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Inwieweit der Dienst in der Schule einsetzbar ist, werde ich ausprobieren. Wirklich interessant könnte der Dienst werden, wenn er nicht nur die Wikipedia als Quelle heranzieht.
Nächstes Schuljahr geht es los: Laptopklasse. Ich darf dabei den Admin spielen und mache mir seit geraumer Zeit Gedanken über die Einrichtung der Laptops. Heute bin ich dank der Seite Lehrerrundmail auf einen tollen Dienst gestoßen: Ninite Easy PC Setup. Statt verschiedene Programme aus dem Netz zu ziehen und eines nach dem anderen zu installieren, kann man den Dienst von Ninite nutzen. Auf der Seite werden eine ganze Reihe Standartprogramme angeboten, die eigentlich auf jeden Rechner gehören: Firefox, Thunderbird, VLC, Foxit Reader… Als Admin sucht man sich die Programme aus und Ninite erstellt eine Installationsdatei, die nach dem Herunterladen auf dem PC ausgeführt werden kann. Finde ich klasse und ich werde den Dienst auf jeden Fall nutzen.
Ich hatte ja vor längerer Zeit schon einmal meine Gedanken zu Schulfiltern geäußert und dabei auch einen Kommentar des Herstellers erhalten. Nun schlägt Time for Kids wieder einmal Wellen. Nicht an meiner Schule, sondern bei Netzpolitik.org. Sie werden nämlich ausgefiltert (so wie meine beiden Websites auch). Interessant an der Meldung ist nicht die Meldung an sich, sondern die Kommentare dazu. Kleine Randbemerkung noch: die Filterung erfolgt nicht auf Grund des Inhalts, sondern weil Netzpolitik.org ein Weblog ist. Die werden grundsätzlich erst einmal ausgeschlossen.
Prüfungsvorbereitung 10c
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