Mittlerweile habe ich viele meiner Aufgaben und Arbeitsweisen ins Netz verlagert. Hier ein Überblick.

Delicious

Bookmarks sammle ich seit vielen Jahren mit delicious. Das Taggen der Seiten kommt mir mehr entgegen als alles fein ordentlich sortiert in Ordner abzulegen. Wenn ich mit meinen eigenen Geräten unterwegs bin, dann verwende ich zum Abspeichern delibar. Das hat auch den Vorteil, dass ich die Nutzer, denen ich auf delicious folge, mitlesen kann. Allerdings habe ich es noch nicht geschafft, dass sich delibar auf beiden Rechnern synchronisiert. Das Webinterface von delicious verwende ich fast nie. So ist mir die Überarbeitung, die yahoo als neuer Besitzer gemacht hat, gar nicht aufgefallen. Ehrlich, ich war einigermaßen schockiert, das ganze sieht jetzt aus wie alle anderen Netzwerke: bunt, Bildchen, viel tralala. Dann musste ich feststellen, das eine meiner Lieblingsfunktionen nicht mehr unterstützt wurde: die Anzeige, wieviele anderen User den Link ebenfalls getaggt haben. Das hat zu einem (sehr) kurzem Umzug zu diigo geführt, dort bin ich aber mit dem Interface gar nicht zurecht gekommen. Der Account ruht, mal sehen, ob ich ihn reaktiviere. Mittlerweile läuft die “share”-Funktion bei delicious auch wieder. Wen es interessiert, meine Links finden sich hier.

Dropbox

Die Dropbox nutze ich nur im schulischen Umfeld. Dort tausche ich Dateien mit Kollegen (deren Zahl sich aber in deutlichen Grenzen hält) und Schülern. Alle Schüler meiner Laptopklassen haben einen Zugang und wenigstens in der 9. Klasse wird mein geteilter Ordner auch für andere Fächer verwendet. Der Austausch über das Web ist notwendig geworden, weil ich die Hardware im Klassenzimmer nicht immer im Griff habe (ein NAS) und die Priorität erst einmal darauf liegt, dass wir arbeiten können. Leider verhindert unser Schulfilter den vollen Zugriff über den Exlorer (in meinem Fall “Finder”), so dass wir uns immer auf der Seite anmelden müssen. Mit dem Workflow bin ich aber sehr zufrieden.

iDisk (bald iCloud)

Zum Synchronisieren von Terminen, Kontakten, Aufgaben (Omnifocus) und Mails dient mir noch die iDisk von Apple. Noch, weil der Dienst eingestellt wird und bereits durch die iCloud ersetzt wurde. Damit habe ich aber so meine Probleme. Nicht, weil das alles nicht funktioniert. Im Gegenteil, es funktioniert sehr gut und ich bin froh, dass ich die Synchronisationsorgien, die Windows verursachte, nicht mehr aushalten muss. Mein Problem ist, dass die iCloud als Betriebssystem Lion voraussetzt. Ich habe auf meinem Laptop Lion installiert und bin nicht wirklich zufrieden. Der Rechner ist deutlich langsamer geworden und ich sehen auch keinen echten “Mehrwert”. Nun befürchte ich, dass mein Tischrechner auch langsamer wird und ich bin nicht sicher, ob ich das will. Hier bin ich zum ersten Mal mit der Produktpolitik von Apple nicht einverstanden. (Eigentlich hatte ich gehofft, dass es irgendeinen Hack gibt, aber bisher ist Pustekuchen)

 google reader

Den Reader nutze ich täglich, allerdings nicht über das Webinterface, sondern mit Reeder bzw. mit feeddler. RSS-Feeds sind für mich die Informationsquelle, Newsletter lese ich kaum noch (eigentlich nur einen, den aber mit Freude: Informatikserver.at). Wie ich meine Feeds organisiere, das habe ich hier bereits beschrieben. Daran hat sich nichts geändert, nur die Art der Archivierung wird sich ändern. Früher habe ich alle interessanten Links sofort bei delicious getaggt, irgendwann wurde mir das zuviel und ich habe mich nur noch einmal in der Woche aufraffen können, Ordnung zu schaffen. Mittlerweile werden interessante Artikel nur noch markiert, die Suche läuft über Reeder.

Zukünftig könnte favs meine zentrale Anwendung werden. Favs liest Daten von vielen Netzwerken aus, die ich verwende: google reader, readability, youtube… Leider funktioniert die Anbindung von delicious noch nicht und: favs funktioniert nur mit Lion.

piratepad

Das piratepad ist  in meinem Unterricht öfter in Gebrauch. Mehrere Schüler können gleichzeitig an einem Dokument arbeiten, ohne Anmeldung, der Link reicht. Das funktioniert recht ordentlich, allerdings dürfen nicht mehr als 15 Personen zugreifen, weil das System sonst zusammenbricht. Dahinter steckt die Technologie von Etherpad, das leider von google geschluckt und anschließend eingestampft worden ist. Ich weiß, dass man Etherpad bzw. etherpad lite selbst auf einem Server installieren kann, allerdings reichen meine Kenntnisse dafür nicht aus.

Planiteasy

Planiteasy kommt immer dann zum Einsatz, wenn Termine abgesprochen werden müssen. Termine vorschlagen, Link per Mail versenden, die Teilnehmer tragen ihren Wunschtermin ein und … fertig. Deutlich einfacher als ein Rundmail. Die Anwendung setze ich meistens bei Kollegen ein, mit Schülern ist die Terminabsprache einfacher.

Zeitungen

Zeitungen und Zeitschriften lese ich fast nur noch im Netz. SZ und Zeit haben wirklich gute Apps für das iPad im Programm, die Preise für die Ausgaben finde ich auch angemessen. Was ich nicht verstehen kann sind Angebote, die teurer als die Printausgabe sind. Und ich warte immer noch auf Geo und vor allem Geo Epoche.

Das könnte was werden

Interessante Anwendungen gibt es viele. Zwei drei werde ich in naher Zukunft einmal testen und sehen, ob sie für mich (und meinen Unterricht) funktionieren.

Da wäre einmal “wunderkit“, so eine Art facebook ohne facebook. Man kann Dokumente anlegen, ein Netzwerk aufbauen, gemeinsam eine Tasklist führen. Ich denke, das kann man in der Schule produktiv nutzen.

Eine andere interessante Anwendung könnte “doo” sein. Hier handelt es sich um eine digitale Dokumentenablage. Läuft noch in einer Testversion, einen Zugang sollte ich bald bekommen.

Immer noch auf meiner Liste steht evernote. Ich habe einen Zugang, nutze ihn aber nur sporadisch, so ein echter “Mehrwert” hat sich noch nicht erwiesen.

Das hätte was werden können

Google waves wäre ein Dienst gewesen, den man prima in der Schule hätte einsetzen können. Schade, dass google auch das eingestellt hat. Man kann die notwendige Software zwar auch auf einem eigenen Server betreiben, aber dazu fehlt mir das Fachwissen.

Die Liste ist doch recht lang geworden. Für den Einsatz im Unterricht ist immer zu beachten, dass die Dienste praktikabel sind und auch keine datenschutzrechtlichen Bedenken bestehen. Aber eigentlich gilt das auch für die Dienste, die ich privat nutze. In diesem Zusammenhang fällt mir wieder der Vortrag von Kurt Söser auf der digilearn ein, der facebook in seinem Matheunterricht einsetzt. Bin noch gespalten.

Als Anwendung fehlt hier eigentlich Moodle. Das ist aber ein eigenes Kapitel.

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In meinen Laptopklassen bin ich immer wieder am Überlegen, wie die Schüler ihre Daten so aufbereiten, dass sie produktiv damit arbeiten können. Dabei habe ich gemerkt, dass sich auch bei mir so einiges eingespielt hat, allerdings habe ich mir nie wirklich strukturierte Gedanken dazu gemacht. Daher nun eine Übersicht über meine PLE.

Mindmanager

Neben Pages (Textverarbeitung) und Numbers (Tabellenkalkulation) setze ich v.a. den Mindmanager von Mindjet ein. Mindmaps sind für mich das Tool schlechthin, weil sie meiner Arbeitsweise sehr entgegen kommen. Ich kann erst einmal völlig “chaotisch” loslegen und anschließend alles in eine klare Struktur bringen. Ich verwende Mindmaps zur Unterrichtsplanung (mit entsprechenden Vorlagen), zur Planung von Fortbildungen, ich schreibe Exzerpte in Mindmaps oder erarbeite mir Themengebiete. Die Schüler in der Laptopklasse haben alle einen Mindmanager auf dem Rechner (xMind) und ich setze ihn auch im Unterricht ein.

Spotlight

Spotlight ist kein eigenes Programm, sondern Bestandteil von OSX (Mac). Dabei handelt es sich eigentlich “nur” um ein Suchprogramm, das die Festplatte nach Dateien oder Dateiinhalten durchsucht. Das geht aber so fix und zuverlässig, dass ich mir eine chaotische Lagerhaltung meiner Dateien leisten kann. Meine Dateien sind lediglich nach Jahren und als weitere Untergliederung nach Quartalen sortiert. In den Ordnern liegt alles (auch private Dateien), zum Teil nicht einmal mit einem richtigen Namen bezeichnet. Dank Spotlight finde ich alles sehr schnell und spare mir einen Haufen Arbeit.

Curio

Curio ist so ähnlich wie One Note von Microsoft, ein recht umfangreiches Notizbuch mit vielen Zusatzfunktionen: Mindmap, Erstellen von Schaubildern und Tabellen, Karteikarten… Hier sammle ich thematisch größere Unterrichtseinheiten, Infos aus dem laufenden Schuljahr usw. Ich habe das Programm noch nicht lange in Gebrauch, vorher habe ich mit Notebook gearbeitet, das war mir allerdings zu kompliziert. Gut finde ich die Evernoteanbindung, wünschenswert wäre eine Anbindung an andere Webdienste wie delicious.

Reeder

Reeder ist nichts weiteres als eine Desktopvariante von googlereader. RSS ist meine Art mich zu informieren und ich lese etwa 200 Webseiten täglich mit. Dafür brauche ich aber nicht länger als 15 Minuten. Die Feeds sind in drei Kategorien geteilt, die “Einser” lese ich immer, die “Zweier” wenn ich Lust habe, die “Dreier” wenn ich Zeit habe. Das klappt ganz gut. Wenn ich den Eindruck habe, dass ich mit Informationen zugeschüttet werde, dann streiche ich weniger interessante Seiten. Das mache ich regelmäßig alle drei Monate. Reeder habe ich auch auf dem MacBook, fürs iPad verwende ich “Feedler” mit den gleichen Funktionen. Alles wird über googlereader synchron gehalten. Was manchmal weniger gut klappt ist das Einsortieren interessanter Links in delicious. Da aber Reeder und Feedler eine gute Suchfunktion haben, empfinde ich das nicht als echtes Problem.

Omnifocus und iCal

iCal ist schnell erklärt, das ist der maceigene Kalender, der Umstieg von Outlook war ein wenig holprig, weil iCal einiges nicht kann. Viel besser als Outlook ist aber die Synchronisation verschiedener Devices gelöst, das funktioniert wirklich einfach und problemlos. Omnifocus ist mein Taskplaner, den ich auf allen Geräten laufen habe, auch hier funktioniert die Synchronisation wie im Traum. Ich sammle Ideen, Fotos, Listen, Aufgaben, Projekte usw. Das Programm ist eigentlich für David Allens “Getting Things Done” ausgelegt. Ich halte mich aber nicht strikt an die Idee der Aufgabenverwaltung, sondern habe im Lauf der Jahre mein eigenes System entwickelt. Omnifocus hilft mir, meine privaten und beruflichen Aufgaben zu planen und eine Übersicht zu behalten. Das Programm ist täglich im Einsatz.

Natürlich habe ich noch andere Software im Einsatz, aber die spielt höchstens zu 10% eine Rolle. Bei manchen Programmen (z.B. der App für Evernote) ist mir der Nutzen auch noch nicht ganz klar. Viele Dinge erledige ich mittlerweile aber auch im Netz: Sammeln von Bookmarks, Austausch von Unterrichtsmaterial, Linklistenverwaltung usw. Schätze, es wird auch noch ein “PLE – Web” geben.

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In den letzten drei Tagen war ich in Ottobrunn auf der “Digilern”. Ich kann hier nicht alles aufzählen (weil ich auch nicht alles gesehen habe), die Beiträge von Herrn Rau und Kubiwahn vervollständigen aber das Bild.

Donnerstag. Erlebt habe ich ein Educamp und besucht habe ich drei Workshops. Peer to Peer mit Medien die Referentin war Kerstin Heinemann vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis. Leider ist das Projekt auf der Seite noch nicht zu finden, ich hoffe aber davon zu hören. Dann war ich im “Brauchwiki“. Der Inhalt “Bräuche” ist jetzt für meine Arbeit an der Schule wenig relevant, ich habe aber gesehen, wie man ein Wiki gewinnbringend einsetzen kann. Ein Punkt, der mir in den drei Tagen immer wieder aufgefallen ist. Ich habe das Potenzial von Wikis im Unterricht unterschätzt. In der letzten Veranstaltung ging es dann eher um einen lockeren Gedankenaustausch mit Herrn Sinner (MdL, CSU). Einige seiner Aussagen sind für mich schon erstaunlich gewesen: Im Kultusministerium gibt es eine digitale Lücke und der Schultrojaner war für ihn ein Schock und geht gar nicht (ich meine mich zu erinnern, dass er sagte “machen Sie sich keine Sorgen, das wird nicht kommen”). Ich glaube, er hat auch ein paar Statements von uns Lehrern mitgenommen. Ob er allerdings die Notwendigkeit einer offenen Schulplattform, an der auch Lehrer beteiligt werden und nicht nur Schulbuchverlage, wirklich “verinnerlicht” hat, bleibt abzuwarten.

Freitag. Zu Beginn eine interessante Keynote von Gabi Reinmann zum Thema “Mediengestützte Wissensprozesse bei Lehrenden” (den Vortrag kann man hier einsehen). Anschließend Achim Lebert, der gastgebende Schulleiter. Sein Fazit kann ich nur unterstreichen. Man braucht für IT in der Schule viel Geduld. Anschließend habe ich zwei wirklich gute Workshops besucht. Michael Hielscher (PH Bern) hat “Learning Apps” vorgestellt. Das ist ein System von interaktiven und multimedialen Lernbausteinen, die man im Unterricht einsetzen kann. Ich kannte die Seite zwar schon, mir war nur nie klar, wozu man das einsetzen kann. Im Grunde sind das kleine Multimediahäppchen, die sich zur Übung oder auch zur Sicherung in den Unterricht einbauen lassen. Weil die Herstellung doch recht einfach ist, können das sicher auch Schüler selbst erledigen und ihren Mitschülern “Apps” als Aufgabe anbieten. Clever finde ich die Frage des Urheberrechts gelöst. Weil nichts auf dem Server der PH liegt und alles von anderen Anbietern gestreamt wird (z.B. youtube oder google earth), gibt es keine Probleme. Das werde ich sicher einmal ausprobieren. Der zweite Workshop beschäftigte sich dann mit Wikis.

Samstag. Auf Christian Spannagel war ich schon sehr gespannt. Seinen Blog lese ich schon lange mit. Er sprach über “Web 2.0 in der Schule. Warum soll ich denn das auch noch machen”. Wirklich hängen geblieben ist mir v.a. die Aussagen, dass die digitale Revolution überall stattfindet, nur nicht in der Schule und die Frage, ob die Schule mit den Mitteln von gestern die Schüler wirklich auf die Aufgaben von morgen vorbereiten kann. Im Anschluss an seinen Vortrag kam es zu einer kurzen Diskussion, die die Realität an den Schulen deutlich machte (und eher ernüchternd war). Fortbildungen im Bereich Medien laufen oft ins Leere, es ist die innere Haltung der Lehrer, die angesprochen werden muss und man braucht viel Zeit und Geduld. Ob wir morgen schon mit den Mitteln von heute unterrichten? Christian Spannagel habe ich im letzten Workshop noch einmal getroffen. Er stellte “Die Youtube-Hausaufgabe” vor, eine Idee aus den USA. Dort verlagern zwei Kollegen die Informationsphase über selbstgedrehte Videos nach Hause, damit sie im Unterricht mehr Zeit für Übungen und Schülergespräche haben. Unsere Gruppe hat (angeleitet) kontrovers diskutiert. Die Ergebnisse kann man hier einsehen. Ich glaube, das ist ein bedenkenswerter Ansatz, spontan fallen mir aber keine Ideen ein, wie ich das in meinem Unterricht umsetzen könnte. Außerdem ist der Aufwand sehr hoch. Aber ich behalte das mal im Hinterkopf. Einen sehr überzeugenden Workshop leitete dann noch Kurt Söser zum Thema “facebook als Kommunikationszentrale in der Schule“. Er hat  mit einer wirklich ansteckenden Begeisterung vorgertragen und ich glaube, seine Arbeit wird die erste sein, die ich in meinem Unterricht ausprobieren werde.

Insgesamt haben sich die drei Tage Ottobrunn wirklich “gelohnt”. Ich habe interessante Menschen kennen gelernt und wieder getroffen. Vieles hat mich neu motiviert, einiges aber auch ein wenig ernüchtert. Viele Teilnehmer hat das wenig praktikable WLAN gestört. Das soll keine Kritik am Systembetreuer in Ottobrunn sein, er hat sicher sein möglichstes getan und für die technische Ausstattung ist er nicht verantwortlich. Und wenn der Schulfilter nicht will, dann will er nicht (mein Lieblingsthema! Schaltet den Mist aus und zeigt euren Schülern lieber, wie sie verantwortungsvoll mit dem Netz umgehen). Ich hätte gerne noch mehr gesehen, Noahs Welt zum Beispiel, aber dafür hat die Zeit nicht gereicht. Für meinen Unterricht habe ich viele Anregungen bekommen, ob sich in meiner Schule etwas ändern wird, glaube ich nicht. Ich werde wohl weiterhin der “digitale Heini” sein, den man gewähren lässt, weil er nicht viel Schaden anrichtet.

Die Dokumentation zur Digilern wird in nächster Zeit auf der Seite des ZUM aufgebaut und eingepflegt und kann hier abgerufen werden.

Nachtrag: Via Twitter habe ich eben eine deutsche Seite zum Thema “Youtube-Hausaufgabe” gefunden, die ich nicht vorenthalten will: Inverted Classroom in Deutschland. Dort habe ich auch einen Youtube-Kanal gefunden, der sich mit Geschichte befasst: Flipped History.

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Netzpolitik.org meldet, dass der Europäische Gerichtshof die geforderte Durchsuchung eines Webservers untersagt hat. Die belgische Verwertungsgesellschaft Sabam hatte verlangt, dass ein Webserver präventiv nach Urheberrechtsverletzungen durchsucht wird. Ich frage mich gerade, ob das nicht auch den “Schultrojaner” treffen könnte. Eine Verwertungsgesellschaft (Schulbuchverlage) verlangen eine Durchsuchung von Webservern (schulinterne Netzwerke) nach Urheberrechtsverletzungen. Ich bin kein Jurist, aber für mich gibt es da keinen Unterschied.

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Seit etwa 1 1/2 Jahren bin ich Mac-User und so langsam verschwinden die letzten Microsoftreste. Ich möchte gerne meine bisherige Literaturverwaltung (mediaman) ersetzen und habe mich auf die Suche begeben. Am Ende sind drei Programme übrig geblieben.

Books ist Freeware und an iTunes angelehnt. Die Oberfläche ist recht aufgräumt und erschließt sich schnell. Die Daten übernimmt Books aus Amazon (Länder kann man einstellen), das gilt auch für die Buchcover. Die Bücher kann man entweder über die Eingabe von zum Beispiel Titel und Autor suchen, auch eine Suche über die ISBN Nummer ist möglich. Alle drei Programme bieten auch das Einlesen über den Strichcode an. Dazu hält man das Buch vor die iSight und … genau daran scheitert Books an meinem iMac. Erstaunlicherweise funktioniert das Einlesen am Laptop. Bücher können (wie in allen Programmen) in Listen abgespeichert werden (als Freund der chaotischen Lagerhaltung ein Feature, das für mich nicht ausschlag gebend ist). Kosten: keine. Allerdings wird das Programm nicht weiter entwickelt.

Bookpedia ist ähnlich aufgebaut wie Books, in der Suche nach den Titeln umfangreicher und … auch hier funktioniert iSight nicht. Wirklich entscheidend ist diese Funktion nicht, sie erleichtert das Einlesen der Bücher aber. Ein Großteil meiner Bücher ist natürlich eingelesen und entscheidender wäre eine Importfunktion der Daten. Alle drei Programme bieten das an und bei allen dreien bin ich mehr oder weniger gescheitert. Bookpedia hat dabei noch den besten Eindruck gemacht, erfordert aber Nacharbeit. Bookpedia bietet als Zusatz eine Ausleihfunktion, die Daten können im Web veröffentlicht werden, es gibt eine MobileMe-Schnittstelle… Bookpedia kostet 18$.

Der dritte Kandidat erstaunte mich ein wenig: eigentlich konnte ich in der Oberfläche keinen Unterschied zum Mediaman erkennen. Delicious Library 2 ist das umfangreichste Programm, neben Büchern verwaltet es CDs, DVDs, Zeitschriften, Software… Auch die iTunes-Sammlung wird eingelesen, das brauche ich aber nicht, dafür habe ich ja iTunes. DL2 ist der einzige Testkandidat, der mit der iSight zurecht kommt, dafür ist die Importfunktion völlig sinnfrei und nicht zu gebrauchen. Eine Ausleihfunktion ist nicht vorhanden, das könnte man aber über eine eigene Liste umgehen. Die Software kostet 40$ und hat noch die ein oder andere Schwäche. Die Sortierfunktion bei den DVDs richtet sich zum Beispiel nach dem Ländercode und nicht wirklich nach dem Alphabet.

Alle drei Programme haben ihre Stärken und Schwächen und ich bin noch unentschlossen. Sollte jemand von euch einen Tipp haben oder eines der drei Programme verwenden, schreibt bitte einen Kommentar.

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LoNet2 hat offenbar einen neuen Betreiber. Seit kurzem wird der Cornelsenverlag als Anbieter im Impressum genannt. Mal sehen, wohin das sich entwickelt.


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Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und kann ein knappes Fazit der Fortbildung ziehen. Die Teile “Webquest” und “Rechtliches” waren sehr interessant, hier habe ich viele Informationen erhalten und Ideen gesammelt. Die praktische Arbeit war gut, es ist immer schön etwas herzustellen. Unser Radiobeitrag war für die wenige Zeit, die wir zur Verfügung hatten, recht ordentlich. Wenn meine Schüler bei ihrem ersten Versuch Ähnliches “basteln”, dann bin ich sehr zufrieden. Ich habe auch schon ein Thema gefunden: die örtliche Stadtbücherei. Mal sehen, was daraus wird. Nette Kollegen kennen gelernt, Motivation getankt, Dillingen, ich komme wieder.

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Morgens rechtliche Aspekte des Medieneinsatzes in der Schule. Sehr interessant und … sehr viele Infos. Gut zusammengestellt auf der Seite von Johannes Philipp (Akademie). Mir neu: Creative Commons. Damit werde ich mich beschäftigen müssen.

Mittags dann Einstieg in die “richtige Arbeit”. Meine Gruppe erstellt einen Schulradiobeitrag zum Thema “Diätlüge” (wie passend!). Eine Art Skript haben wir schon erstellt, das muss heute noch verfeinert werden. Dann können wir auch schon mit dem Aufnehmen beginnen. Das Projekt fühlt sich gut an, ich schätze, daran werden auch meine Schüler Freude haben.

Abends dann ein Vortrag über eine Onlineschülerzeitung. Als Ex-Schülerzeitungsverantwortlichzeichnender für mich nichts wesentlich Neues, ob eine Onlinezeitung auch ein Forum braucht, sei mal dahingestellt.

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Zweiter Tag der Fortbildung in Dillingen. Heute morgen die Vorstellung von Lo-Net, nachmittags Vibos. Vibos ist ein LMS, das die Berufsoberschulen und Fachoberschulen in Bayern ins Leben gerufen haben. Letztlich basiert das System auf Fronter, einem LMS-System, das aus Norwegen kommt.

Meine Eindrücke: LO-Net heißt mittlerweile LO-Net2 und ist im Funktionsumfang gewachsen. Ich kann das beurteilen, weil meine Schule bei LO angemeldet ist. Allerdings hat seit geraumer Zeit niemand mehr damit gearbeitet. Ich fand die Administration damals schwierig, vor allem die Rechtevergabe hatte mich nicht überzeugt. Ein erneuter Blick heute zeigt mir ein deutlich aufgeräumteres LMS, in dem sich meine Schüler recht einfach einfinden könnten.

Vibos (Fronter) macht einen noch aufgeräumteren Eindruck, ist allerdings im Vergleich zu LO und Moodle kostenpflichtig. Für meine Schule dürfte das etwa 800.-€ im Jahr ausmachen – im Grunde zu viel. Der Funktionsumfang ist größer als in LO und in Moodle (dazu später aber mehr). Auch hier sehe ich für Schüler keine Probleme.

Moodle könnte man selbst hosten (wenn man es kann), ansonsten gibt es kommerzielle Anbieter. Interessant sind hier auch die Angebote von zum Beispiel “Digitale Schule Bayern“. Über Moodle hat man mehr Kontrolle, aber es bereitet aber auch mehr Arbeit. Der Funktionsumfang der Standardinstallation ist ausreichend, über Plugins kann man aber die ein oder andere Erweiterung einbinden. Meine Schule wird in den Weihnachtsferien auf Moodle 2.o umsteigen und mit unserem Hoster ist auch abgesprochen, dass zusätzliche Module eingespielt werden.

Welches LMS man verwendet ist wohl eine Glaubensfrage, interessant finde ich, dass die Befürworter aller Plattformen der Ansicht sind, dass lediglich ihr System überhaupt ein Arbeiten im Netz ermöglicht. Wir arbeiten mit Moodle, irgendwann muss man sich einfach einmal festlegen.

Nachtrag: Eine Anwendung bei Fronter würde ich auch gerne in Moodle sehen. “Portfolio” sammelt alle Inhalte, die ein Schüler während seiner Arbeit mit dem LMS abgibt. Das ergibt eine schöne Dokumentation, die man weitergeben kann, mit der man lernen kann usw. Mal sehen, ob ich etwas Ähnliches für Moodle finde.

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Zurzeit darf ich wieder einmal in Dillingen weilen. “Moderne Medien im Deutschunterricht” ist mein Thema, die Agenda verspricht interessante Themen. Heute ging es im Wesentlichen um Webquests. Ehrlich gesagt habe ich die Methode bisher ein wenig skeptisch betrachtet. Was unterscheidet das eigentlich von Frontalunterricht, außer dass man nun vielleicht das Internet verwendet? Die Referentin hat mich aber glücklicherweise eines besseren belehrt, wahrscheinlich hatte ich mich zu oberflächlich damit auseinander gesetzt.

Ihr Webquest mit dem Thema “Terror in München 1972” zeigt, dass die Methode auch die Gestaltung von Unterricht verändert. Das halte ich im Zusammenhang im Umgang mit modernen Medien für entscheidend. Links zum Thema Webquest habe ich in Sqworl zusammen gestellt.

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